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Zeitkapsel für ein neues Kapitel in der Gemeinde Grefrath

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Mit einem symbolischen Akt hat die Sport- und Freizeitgemeinde Grefrath nun einen bedeutenden Schritt in die Zukunft eingeläutet. Der Bau des neuen Rat- und Bürgerhauses ist mehr als ein architektonisches Projekt – er symbolisiert auch die gemeinsame Arbeit an einer zukunftsfähigen Verwaltung, die Hand in Hand mit Bürgerinnen und Bürgern die Gemeinde Grefrath gestaltet. Nach vielen Jahren der Diskussion wächst hier nun ein Ort der Begegnung, der Entscheidung und der Gestaltung. Es entsteht ein Gebäude, das Tradition und Innovation vereint.

Auf der einen Seite bleibt die historische Villa Berger erhalten, auf der anderen Seite entsteht ein moderner, nachhaltiger Anbau, der ein zeitgemäßes Arbeiten für das gesamte Verwaltungsteam an einem Standort ermöglicht und Raum für bürgerschaftliches Engagement schafft.

Bürgermeister Stefan Schumeckers und Katrin Lichtenstein, Stabsstelle für kommunale Projektplanung, freuten sich, die beteiligten Planungs- und Bauunternehmen, die politischen Vertreterinnen und Vertreter sowie Kolleginnen und Kollegen der Gemeindeverwaltung und weitere Gäste am Montag zur Grundsteinlegung am Rathausplatz begrüßen zu können. Um für zukünftige Generationen eine Momentaufnahme dieses historischen Augenblicks zu bewahren, wurde eine Zeitkapsel versenkt. Sie enthält einen Satz Euro-Münzen, eine aktuelle Tageszeitung sowie die Pläne zum Rathaus, die Einladung zur Grundsteinlegung und eine Urkunde.

 

Ein solches Bauprojekt erfordert großes Engagement vieler Beteiligter. Bürgermeister Stefan Schumeckers dankte der Politik für das Vertrauen und die Unterstützung des Großprojekts, die sich zuletzt in der einstimmigen Verabschiedung des Haushalts für 2025/26 noch einmal gezeigt hatte. Zudem ging ein Dank an die beteiligten Planungsbüros, Firmen und Partner, darunter die Tochtergesellschaft Gemeindewerke, die sich bei der Verlegung der Versorgungsleitungen eingebracht und die Gemeindeverwaltung damit erheblich unterstützt haben.

Dank galt zudem den Kolleginnen und Kollegen, die die nicht immer einfache Übergangssituation mit Geduld meistern, sowie den Nachbarn, die viel Verständnis für die Bauarbeiten aufbringen und diese stets mit Freundlichkeit und großer Neugier begleiten.

Die Baustelle schreitet voran. Die Konturen und der Kern des Anbaus sind bereits zu erkennen. Die Versorgung mit Wasser, Strom und Nahwärme wird über den Altbau der Villa Berger erfolgen. Die Anschlüsse dafür sind nun vorhanden, und die Leitungen führen bis zum Kern, der den späteren Aufzugsschacht bilden wird.

Die Rohbauarbeiten liegen im Zeitplan. „Wir arbeiten hier mit der Ruhrtal-Bau mit einem sehr guten Unternehmen zusammen und hatten dazu auch noch viel Glück mit dem Wetter“, so Katrin Lichtenstein. 

 

Der Begriff „Grundstein-Legung“ trifft es an dieser Stelle streng genommen nicht ganz – das Fundament wird aus Beton gegossen. Zwar hat man sich bei den Planungen bemüht, Beton zu vermeiden, doch ganz ohne geht es nicht. „Zum ersten Mal setzen wir hier CO-reduzierten Beton ein, erklärt Stefan Schumeckers. Die ursprüngliche Idee, Recycling-Beton zu verwenden, musste verworfen werden, da entsprechendes Material in der Nähe nicht verfügbar war. Der weite Transportweg hätte den Nachhaltigkeitsvorteil wieder zunichtegemacht.

Derzeit werden die Ausschreibungen für die Holzbau- und Zimmererarbeiten vorbereitet. Dies wird das zweite große Gewerk nach den Rohbauarbeiten sein, und die Planer hoffen, auch hierfür ein fachkundiges Unternehmen zu finden. Die Themen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit spielen auch bei den noch folgenden Gewerken eine wichtige Rolle. So ist beispielsweise vorgegeben, dass das Holz für die Zimmererarbeiten aus nachhaltiger und sozialverträglicher Forstwirtschaft stammen und aus Europa bezogen werden muss.

Silhouette der Gemeinde Grefrath

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